GI’s Paradise, Teil 2: Schilderwälder wiesen den US-Soldaten den Weg / Abkürzungen als Wissenschaft für sich 

von Peter Strotmann

Bremen mit Bremerhaven wurde Ende des Zweiten Weltkrieges zur amerikanischen Enklave. Und sofort baute sich das Bremer Port Command eigene Versorgungs- und Freizeitstrukturen auf. Im Januar 1946 kam man zu einem gewissen Abschluss und es war ein „GI Paradise“ entstanden.

Da hieß es, den Überblick zu behalten: „Schilderwald“ der amerikanischen Armee am Opelturm im Herbst 1945. Quelle: Archiv Weser-Kurier

Da hieß es, den Überblick zu behalten: „Schilderwald“ der amerikanischen Armee am Opelturm im Herbst 1945.
Quelle: Archiv Weser-Kurier

Aber auch in einem Paradies muss man sich zurechtfinden.  Deshalb wurde im Januar 1946 eine Karte mit einer zugehörigen Legende herausgeben. Damit sollten sich die länger stationierten und auch die neu hinzugekommenen Soldaten und Zivilisten in der Stadt orientieren können.

Die angegebenen Kurzworte und Bezeichnungen für die amerikanischen Einrichtungen und Truppenteile in verständliche deutsche Begriffe zu bringen, ist eine Wissenschaft für sich. Unter „Military Acronyms and Abbreviations“ findet man noch und nöcher Kurzworte und Abkürzungen. Aber es passt nicht für Bremen im Jahre 1946. Das kann man verstehen, wenn wir uns den Schilderwald vor dem Opelturm vom Herbst 1945 ansehen oder auch ähnliches Schild aus Bremerhaven von Mitte 1945.

Einige von uns werden sich an die Beschilderung erinnern, die in Bremerhaven bis zum Abzug der Amerikaner im Jahre 1993 bestanden hat. Seinerzeit hat das mir und sicher auch vielen anderen einige Rätsel aufgegeben.

1949 wurde der Standort Bremen geschlossen und die militärischen Einheiten der Amerikaner nach Bremerhaven verlegt.

Bremen Port Command: Bremer Stadtplan zur Legende, Januar 1946. Quelle: www.usarmygermany.com

Bremen Port Command: Bremer Stadtplan zur Legende, Januar 1946.
Quelle: www.usarmygermany.com